fiktion
Leander Lentner 
2020

Das Projekt behandelt eine Interpretation des von Joris-Karl Huysmans im Roman ‚Gegen den Strich’ (1884) beschriebenen Hauses des Protagonisten Jean Floressas Des Esseintes. Der fiktive Entwurf konzentriert sich auf das Bilden eines Raumgefüges, welches eine Innenwelt schafft, die sich radikal zum Außen abgrenzt.

Die Interpretation führte zu einem Konzeptmodell, dass das Raumprogramm des Fontenay-Hauses mit einer isolierenden Rohrgeometrie verbindet. Die sechs Räume sind in einer Reihe angeordnet, durch die Rohrgeometrie miteinander verbunden und nur durch den Eingang und den Speisesaal begrenzt. Dies schafft eine Schnittstelle zwischen den Bediensteten und dem Protagonisten. Das Modell zeigt, dass solche Geometrien spezielle Verbindungsstücke erfordern, um die linearen Räume umzuleiten, und betont die Bedeutung der Schnittstelle zwischen den Welten der Diener und des Protagonisten bei der Gestaltung des Entwurfs.

​​​​​​​